Interview 1982

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AZ-Gespräch 1981
mit Gustl Stumpf   

Sportliche Familie
gst.– in Sportlerkreisen, insbesondere bei den Schützen, ist der Name Sonnet schon längst ein Begriff. Zahlreiche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene verbuchten in den zurückliegenden Jahren Meta und Monika Sonnet. Und jetzt tritt auch Nesthäkchen Selma in die Fußstapfen ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester.
Gerade erst mit zwei deutschen Meistertiteln heimgekehrt, qualifizierte sich die vierzehnjährige für den B-Kader der Nationalmannschaft.
Mit Familienoberhaupt Hans Sonnet und seiner Frau Meta unterhielten wir uns.
   AZ: Herr Sonnet: Wo liegt das Geheimnis der sagenhaften Erfolge ihrer Schützling.

Hans Sonnet: Sicherlich gehört ein wenig Talent im Schießsport dazu, aber in erster Linie ist es die Bereitschaft, Tag für Tag hart zu trainieren und gegebenenfalls dafür andere Dinge etwas zurückzustellen.
   AZ: Heißt das, auf andere Hobbys und Dinge
die das Leben angenehm machen, zu verzichten?
   Hans Sonnet: Nein, ganz und gar nicht, Selma bleibt zum Beispiel noch genügend Zeit, um zum Schwimmen oder Turnen zu gehen. Außerdem hat sie ja auch durch die Schule, wo ihre Leistungen übrigen sehr zufriedenstellend sind, eine Menge Abwechslung. Und Zwang wird bei uns sowieso nicht ausgeübt. Da fällt schon mal ein Training ins Wasser, aber im Großen und Ganzen sind Selma und Monika mit großem Eifer bei der Sache.
   AZ: Frau Sonnet, wann wussten Sie denn, dass Selma ebenfalls Gefallen am Schießsport findet?

   Meta Sonnet: Eigentlich schon seit 1970.
Damals nahm ich an meinen ersten Deutschen Meisterschaften teil und belegte den dritten Platz.
Und als man mir bei der Siegerehrung bronzene Medaille umhing, kletterte die zweijährige Selma aus allen Vieren auf das Siegertreppchen. Später dann war Monika Selmas großes Vorbild. „Ich möchte auch mal fliegen“
oder ähnlich bettelte sie, wenn Monika mal wieder auf große Tour ging.
   AZ: Wie 1978 zu den Weltmeisterschaften nach Korea?
   Meta Sonnet: Richtig, ab dieser Zeit interessierte sich Selma fürs Schießen.
   AZ: Und der Erfolg ließ auch bei ihr nicht lange auf sich warten?
   Hans Sonnet:  Ja, schon im ersten Jahr ihrer Aktivität qualifizierte sie sich als Elfjährige für die Deutschen Meisterschaften.
   AZ: Welche Bedeutung hat eigentlich die finanzielle und ideelle Unterstützung durch die Familie?
   Hans Sonnet: Die allergrößte, denn ohne gegenseitiges Verständnis und Unterstützung wären die Erfolge meiner Frau und meiner Töchter wohl kam in diesem Maße eingetreten. Gesundes Selbstbewusstsein und gute Konzentrationsfähigkeit sind in unserer Sportart sehr wichtig, deshalb ist eine intakte Familie das A und O.



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